19. April 2016

Vereinsgeschichte

Der Segelflug hat in Uetersen eine lange sportliche Tradition. Vor über 70 Jahren begann der Segelflug mit der Gründung einer Modellbaugruppe und führte 1932 zur Fertigstellung eines richtigen Flugzeuges des Schulgleiters Zögling. Gestartet wurde auf dem Gelände des alten Sportplatzes hinter der Schwimmhalle (heute mitten in der Stadt) mittels eines Gummiseils. Später kamen eine Schleppwinde und ein Grunau Baby hinzu. Das Gelände am alten Sportplatz war jedoch sehr klein und es begann die Suche nach einem geeigneteren Gelände das schließlich in der sogenannten Franzosenkoppel zwischen Uetersen und Appen gefunden wurde.

Am 20.Februar 1964 gründeten sieben Segelflieger in Uetersen die „Fluggemeinschaft Uetersen e.V“, später in SCU-Segelflugclub-Uetersen e.V umbenannt.

Die Gründungsmitglieder waren allesamt z.T. langjährige Mitglieder des 1951 gegründeten LSV Luftsportverein Kreis Pinneberg. Zweck der Vereinsgründung war, den Mitgliedern mehr Gelegenheit zu individueller Entfaltung bei der Ausübung ihres Sportes zu ermöglichen. Im Winter 1963/64 war bereits eine Ka 7 (Doppelsitzer) bestellt worden. Die Maschine wurde im Mai 1964 von der Firma Schleicher in Poppenhausen an der Wasserkuppe abgeholt. Da der Verein noch heimatlos, das heißt, eine Benutzung des Uetersener Flugplatzes noch nicht möglich war, wurde die neue Ka 7 am 30.Mai 1964 in St. Michaelisdonn vom 1. Vorsitzenden eingeflogen. Der erste Start dauerte 57 Minuten. In der Folgezeit wurde teils in St. Michaelisdonn, teils in Schleswig geflogen, bis 1966 der neue Flugplatz in Ahrenlohe fertiggestellt und vom SCU benutzt werden durfte. Der Verein hatte mittlerweile 16 Mitglieder. Die Neuaufnahme von Mitgliedern hatte einstimmig zu erfolgen, die Aufnahmegebühr betrug infolge der Finanznot in der Aufbauphase 3000,- DM was, gemessen am Stundenlohn im Jahr 1964, einem heute mindestens doppelt so hohen Betrag entspricht. Trotz dieser hohen finanziellen Belastung war die Zeit in Ahrenlohe eine sehr glückliche Zeit.

Als Ahrenlohe dem mächtig aufstrebenden Verein zu klein wurde und die Benutzung des Uetersener Flugplatzes wieder möglich war, siedelte der Verein am 31. Mai 1971 nach Uetersen um. Es wurde die erste große Halle gebaut. Mit vereinten Kräften wurde diese große Hürde genommen. Es wurden erstmals in Uetersen Ferienlehrgänge für Fliegeranfänger nach Unterwössener Muster durchgeführt. Viele der heutigen Mitglieder werden sich gern an ihre ersten Flugversuche in so einem Sommerlehrgang erinnern. Das Herzklopfen des Fluglehrers war ebenso groß wie das des Schülers.

Der Verein wuchs in den Folgejahren stürmisch, zur ersten Ka 7 war eine Ka 8 gekommen, dann ein Pirat, dann ein 18-m-Cirrus. Zur Halle kam eine Werkstatt mit Clubräumen.Die Mitgliederzahl stieg auf nunmehr weit über 100.

Ein vereinseigener Motorsegler und eine vorbildliche Doppeltrommelwinde kam hinzu. Unter fachmännischer Anleitung durch ehrenamtliche Werkstattleiter wurden und werden bis heute die erforderlichen Wartungsarbeiten und Reparaturen durchgeführt. Es wurden eine ASW 19 und eine ASK 21 gekauft. Daneben gibt es zahlreiche Privatmaschinen die den Vereinsberieb entlasten und die ganze Palette von Traditionsflugzeugen bis zu modernsten Kohlefaser-Hochleistungssegelflugzeugen abdecken.

 

Im SCU soll der Sport jedem einzelnen Mitglied Freude bringen, ob man nun Platzrunden fliegt oder in echter sportlicher Manier zu Leistungen strebt und sie erringt und dadurch unserem schönen Sport in der Bevölkerung die notwendige und gebührende Anerkennung verschafft.

Wer sich für die weiter zurückliegende, vorwiegend militärische Geschichte des Flugplatzes Uetersen interessiert, kann sich bei hier informieren