| Segelflug-Club Uetersen e.V. | ![]() |
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Segelfliegen
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Winde/F-Schlepp
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Und weiter! Die Wettbewerbsfliegerei gilt als die Königsdisziplin des sportlichen Vergleichs im Segelflug. Dass sie aber auch als Einstieg in die Streckenfliegerei taugt, davon kann man sich jedes Jahr an Himmelfahrt und Pfingsten auf dem Segelfluggelände Schnuckenheide-Repke überzeugen. Der klassische Weg der segelfliegerischen Weiterbildung nach dem Erhalt des Luftfahrerscheins sieht in etwas so aus:
Da die Uetersener SegelfliegerInnen durch die Küsten- und Elbnähe nicht gerade mit überragenden Streckenflugmöglichkeiten gesegnet und zudem mit dem ausgedehnten Hamburger Luftraum bestraft sind, kommen selbst fähige FliegerInnen oft nicht weiter, denn für [1] muss man am ersten guten Tag des Jahres Zeit haben und für [2] an dem anderen! Aber warum sollte man die Reihenfolge nicht einfach mal umdrehen? Eine gute Gelegenheit, dieser Frage nachzugehen, stellt das Pfingstvergleichsfliegen in Repke dar. Dieser Wettbewerb unterscheidet sich in ein paar Details von anderen Wettbewerben.
Diese angenehmen Rahmenbedingungen sollen aber nicht den Eindruck entstehen lassen, dass Repke in sportlicher Hinsicht Nichts zu bieten hätte. Im Gegenteil: durch den Verzicht auf die ansonsten beliebte psychologische Kriegsführung kommt es hier nur darauf an, dass man gut fliegt! Wettbewerbstypisch beginnt der Tag mit einem ordentlichen Briefing. Der Sportleiter Lothar Leo Dittmer informiert über die aktuelle Wetterlage, verkündet der gespannten Meute die Tagesaufgabe und gibt schließlich den Zeitpunkt für die Startbereitschaft bekannt. Jetzt wird es ein wenig unruhig, denn die Zeit bis zum ersten Start ist nicht üppig. Die Flieger müssen aufgerüstet und unter Umständen mit Wasser betankt werden, Pilotenver- und entsorgung muss organisiert werden, die grundsätzliche Tagestaktik muss mit dem Team-Partner abgesprochen werden. ![]() Wer nicht pünktlich on-the-grid ist, erntet unter Umständen einen bösen Blick der Wettbewerbsleitung und landet gemäß Wettbewerbsordnung in der letzten Startreihe. Vielleicht war das aber auch Kalkül, um nicht bei noch schwacher Thermik starten und dann herumpaddeln zu müssen? Trotz Windenbetrieb sind die 30 Flugzeuge der beiden Konkurrenzen nach etwas mehr als einer Stunde(!) in der Luft und die traumhaften Bedingungen der Lüneburger Heide bringen einen schnell nach oben ("Die Außerirdischen kommen! Ich bin in ihren Traktorstrahl geraten!"). Kaum an der Basis angekommen bekommt man einen Vorgeschmack auf das vor einem liegende Luftrennen: "Die Lima-Lima wird versuchen sich an uns dranzuhängen. Da müssen wir uns was einfallen lassen..." Eine Viertelstunde nach dem letzten Windenschlepp wird die Startlinie per Funk freigegeben. Die einen braten gleich los, weil sie vor der für den Nachmittag angekündigten Blauthermik zu Hause sein wollen, die anderen lungern noch 20 Minuten überm Platz herum, um eine Verbesserung der Thermik abzuwarten und dann höhere Schnittgeschwindigkeiten zu fliegen. ![]() Wie auch immer die Starttaktik aussieht: nach der Abflugmeldung per Funk kann der rechte Arm ersteinmal nicht lang genug sein. Anders als bei selbst gestellten Aufgaben ist das Geschwindigkeitsniveau hoch. Anfangs denkt man noch "...na das wird doch mit einem Steckschuß im Acker enden!", aber spätestens nach dem zweiten Bart und dem dritten Gemaule des Team-Partners ("Lass den Kram stehen! Das kriegen wir auch im Geradeausflug. Und weiter!") setzt sich die Erkenntnis durch, dass der Sportleiter sein Revier und die Leistungsfähigkeit der Flugzeuge gut genug kennt, um der Wetterlage angemessene Aufgabe zu stellen. Auf der Strecke lernt man weiter.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Pfingstvergleichsfliegen in Repke eine ideale Möglichkeit darstellt unter einer guten Wettbewerbsleitung den fliegerischen Horizont zu erweitern, die eigenen Möglicheiten auszuloten und sehr viel über Streckensegelflug zu lernen. To be continued...
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